In Porta will ich unbedingt wieder dabei sein

Mindener Spitzenläufer freuen sich auf porta Möbel-Marathon / Mit Ritualen den Winter austricksen Es sind zwar noch einige Monate bis zum porta Möbel-Marathon, aber die Mindener Spitzenläufer Silke Rösener, Michael Schirrmacher und Wolfgang Vehlewald planen und trainieren schon für die nächste Saison. Da darf der porta Möbel-Marathon natürlich nicht fehlen.

„Es ist einfach toll, wenn man zu Hause laufen kann. Deshalb freue ich mich schon wieder auf den Lauf“, sagt Schirrmacher, der bei der ersten Ausgabe den Marathon gewann. Morgens war er von seinem Häuschen in Bölhorst gemütlich zum Start gelaufen. „Das war zum Aufwärmen super“, freute sich der 46-Jährige über die kurze Strecke zum Start. Auch Wolfgang Vehlewald, Halbmarathon-Sieger beim porta Möbel-Marathon 2009, genießt die kurze Anreise. „Man kann zu Hause schlafen und frühstücken bevor man ganz in Ruhe nach Barkhausen fährt“, sagt er. Deshalb sei der Marathon Ende Mai vor allem für Läufer aus der Umgebung ein optimales Angebot, erklärt der Mindener. Das findet auch Silke Rösener. Sie war bei der ersten Ausgabe schnellste Frau im Halbmarathon und freute sich über die vielen bekannten Gesichter am Streckenrand. „Vor allem der Zieleinlauf war super. Da habe ich richtig Gänsehaut bekommen“, sagt Rösener und strahlt, wenn sie an die tolle Stimmung im Zielbereich zurückdenkt.

Nach den tollen Erfahrungen wollen die drei Läufer von Eintracht Minden unbedingt wieder dabei sein. Allerdings auf ganz verschiedenen Strecken. Denn die Saison der drei Titelverteidiger ist bereits genau verplant. So will Michael Schirrmacher am 9. Mai bei der Deutschen Marathon-Meisterschaft in Mainz starten. „Mal sehen, was da geht. Aber in Porta will ich unbedingt wieder dabei. Diesmal beim Halbmarathon. Dafür habe ich mir viel vorgenommen“, verrät der Bölhorster, der für den 30. Mai 2010 eine ganz bestimmte Zeit im Auge hat.

Auch Wolfgang Vehlewald ist wieder in Barkhausen am Start. „Klar, das lasse ich mir nicht entgehen. Ich starte im Staffelmarathon oder über zehn Kilometer“, sagt der 49-Jährige. Eine längere Strecke passt nicht in seine Planung, denn Vehlewald will in der Alterklasse M50 im Jahr 2010 viel erreichen. „Ich will versuchen, Deutscher Meister zu werden“, spricht Vehlewald von seinen großen Plänen. Über 800, 1500 und 5000 Meter will er sein Glück versuchen. Für Silke Rösener soll es in Porta diesmal der Marathon sein. „Die Strecke ist anspruchsvoll, aber ich will es versuchen. Hauptsache ich komme gesund durch und laufe eine gute Zeit“, sagt die gebürtige Hillerin, die in Top-Form bestimmt um den Sieg mitläuft.

Damit die drei Eintracht-Läufer auch richtig fit in die neue Saison kommen und
beim porta Möbel-Marathon in Bestform sind, trainieren sie den gesamten
Winter durch. „Es macht natürlich nicht immer Spaß, im Dunkeln herum zu
tapsen. Aber ich brauche das Laufen auch im Winter“, sagt Rösener. Sie hat in
den dunklen Tagen immer eine Taschenlampe dabei, „damit ich nicht so oft
stolper.“

Schirrmacher und Vehlewald empfehlen allen Hobby-Läufern, den Winter einfach auszutricksen. „Am besten man verabredet sich mit anderen Läufern“, schlägt Schirrmacher vor. „Man muss sich feste Rituale schaffen und sich am besten nach der Arbeit direkt umziehen und loslaufen“, sagt Vehlewald. Den drei Siegern des porta Möbel-Marathons fällt das nicht schwer. Sie genießen die Natur und das Freiheitsgefühl beim Laufen auch im Winter. „Und ich muss mit meinem Hund sowieso jeden Tag raus“, sagt Schirrmacher. Seine Hündin Maja machte 2009 das gesamte Marathon-Training mit – manchmal 150 Kilometer pro Woche. Sie ist auch im Winter am liebsten draußen. Ihr Herrchen wird es freuen. Schließlich wird im Winter die Form für den nächsten Sommer gemacht.


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